Durch das Einwegpfand gelangen Getränkedosen nach dem Gebrauch zurück in den Wertstoffkreislauf. Sie werden über Pfandautomaten oder über den Handel erfasst und anschließend sortiert und recycelt. Das Pfandsystem ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Getränkedosen in Deutschland eine Recyclingquote von über 99 Prozent erreichen und damit der Recyclingmeister alle Getränkeverpackungen in Deutschland ist. Gleichzeitig ist ihr Anteil am achtlos in die Umwelt geworfenen Müll mit nur 0,03 Prozent äußerst gering. Ein Vorteil der Getränkedose ist, dass das Aluminium nach dem Gebrauch wieder für neue Produkte eingesetzt werden kann und somit im Kreislauf bleibt.
Auch unbepfandete Getränkedosen, zum Beispiel aus dem Ausland, können recycelt werden. Sie gehören in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne und werden von dort in die Sortierung und Verwertung gegeben.
Auch bei einer Entsorgung über die Verbrennung kann Aluminium vielfach zurückgewonnen werden. Nach dem Verbrennungsprozess verbleiben metallische Bestandteile in der Asche, aus der sie mit entsprechenden Aufbereitungsverfahren separiert und anschließend weiterverwertet werden. In modernen Anlagen werden so zwischen 83 bis 94 Prozent des Aluminiums zurückgewonnen.
[1] Quelle: Pruvost, F.: Aluminium packaging finds its way through incineration – Metal transfer ratios higher than expected, in: Aluminium 6/2013, S. 81-83.
Die Getränkedosenbranche in Deutschland zeigt, wie Kreislaufwirtschaft konkret funktionieren kann. Aluminium ist ein sogenanntes permanentes Material, also ein Material, das nahezu unbegrenzt oft recycelt und immer wieder für die Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden kann. So bleibt es nahezu unendlich im Kreislauf, statt nach einmaligem Gebrauch zu Abfall zu werden.
Für die Klimabilanz von Aluminium spielt das Recycling eine zentrale Rolle. Wird eine Getränkedose recycelt, muss sie lediglich eingeschmolzen werden. Das benötigt bis zu 95 Prozent weniger Energie als die Herstellung mit neuem Aluminium.