Die Getränkedose

Vorteile entlang der Wertschöpfungskette.

Von der Herstellung bis zum Recycling erfüllt die Getränkedose entlang der Wertschöpfungskette unterschiedliche Funktionen. 
Je nach Einsatzbereich bringt sie spezifische Vorteile für Produktion, Logistik, Handel und Nutzung mit sich.

Vorteile für Verbraucher.

Flexibilität im Alltag

Getränkedosen sind praktisch für unterwegs und für viele Alltagssituationen geeignet. Sie sind relativ leicht zu transportieren, benötigen wenig Platz und lassen sich schnell kühlen.  

Durch ihre stabile und geschlossene Form ist der Inhalt zuverlässig und gut geschützt. Das Getränk bleibt vor äußeren Einflüssen wie Licht, Luft oder Schmutz abgeschirmt. 

Hinzu kommt, dass Getränkedosen in verschiedenen Größen erhältlich sind. So können sie passend zu unterschiedlichen Anlässen und Portionsgrößen gewählt werden. 

Vorteile für Hersteller.

Standardisierung und Produktvielfalt

Vorteile für den Handel.

Effizienz entlang der Lieferkette

Für den Handel sind Getränkedosen insbesondere deshalb vorteilhaft, weil sie sich gut transportieren und lagern lassen. Durch ihre stabile Form können große Mengen einfach bewegt werden, ohne dass zusätzlicher Schutz nötig ist. 

Auch in Lager und Markt erleichtert die Getränkedose viele Abläufe. Sie lässt sich gut stapeln und platzsparend lagern. So können Lager- und Verkaufsflächen effizient genutzt werden. 

Herstellung.

Historie.

1935

Erstmals wird Bier in Getränkedosen kommerziell verkauft (USA). Die Getränkedosen bestehen aus drei Teilen, sind verlötet und wiegen mit rund 100 Gramm mehr als fünfmal so viel wie heute. Das erste Verkaufsjahr endet mit 200 Millionen verkauften Getränkedosen. 

1935
1937

Die erste Bierdose für den deutschen Markt wird vorgestellt: eine dreiteilige Flaschendose mit Kronkorkenverschluss.

1937
1951

Auch in Deutschland gelingt der Durchbruch der Getränkedose aus Stahl und Weißblech in runder, klassischer, leicht stapelbarer Form. 

1951
1959

Die ersten Aluminium-Getränkedosen kommen auf den Markt. Sie sind zweiteilig und reduzieren den Ressourcenverbrauch erheblich. Im selben Jahr revolutioniert der Amerikaner Ernie Fraze mit der Erfindung des Aufreißdeckels aus Aluminium die Dosenöffnung.  

1959
1973

Das neue Maß- und Gewichtsgesetz setzt den Inhalt von ehemals zwölf Unzen (0,35 Liter) auf bis heute gebräuchliche 0,33 Liter herab. 

1973
1974

Eine Getränkedose wiegt nur noch 38 Gramm. Der so genannte „Stay-on-tab“ ersetzt das bisher übliche Aufreißverfahren der Getränkedose. Nun kann der vorgestanzte Bereich nach innen gedrückt werden und bleibt mit der Getränkedose verbunden. 

1974
2002

Eine Getränkedose aus Weißblech wiegt mittlerweile nur noch rund 24 Gramm (0,33 Liter), die Aluminiumvariante sogar nur noch 12,5 Gramm (0,33 Liter). 

2002
2006

Mit der Neuregelung des Pfandsystems wird ein bundesweit einheitliches Rücknahmesystem eingeführt, was die Rücknahmeregelung für den Handel wieder vereinfacht. Große Handelsketten nehmen die Getränkedose wieder in ihr Sortiment auf. 

2006
2008

Fünf Jahre nach Einführung der Pfandregelung steigt der Getränkedosenabsatz in Deutschland langsam wieder an. In Tankstellen und Kiosken befindet sich bereits wieder jedes fünfte Getränk in der Getränkedose. 

2008
2011

Die Getränkedose knackt die Milliardenmarke. Mit mehr als 1,1 Milliarden verkauften Getränkedosen steigt der Absatz in Deutschland um rund 19 Prozent. 

2011
2015

In Deutschland steigt die Recyclingquote von 96 auf 98 Prozent. 

2015
2016

Mit mehr als 2,5 Milliarden verkauften Getränkedosen stellt Deutschland in diesem Jahr abermals einen neuen Absatzrekord auf. 

2016
2017

Eine 0,33 Liter-Getränkedose wiegt durchschnittlich nur noch 12 Gramm.  

2017
2019

Die Rücklaufquote für Getränkedosen bleibt in Deutschland konstant auf einem sehr hohen Niveau von rund 99 Prozent. 

2019
2021

In Deutschland wird das Verpackungsgesetz novelliert. Damit werden unter anderem Vorgaben aus der EU-Einwegkunststoffrichtlinie in nationales Recht überführt. In Getränkedosen bedeutet dies vor allem strengere Anforderungen an Rücknahme, Recyclingfähigkeit und kreislaufgerechtes Verpackungsdesign.

2021
2022

Die EU-Kommission legt am 30. November den Vorschlag für die neue Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) vor. Ziel ist es, EU-weit strengere Regeln für Verpackungen, Recyclingfähigkeit und Abfallvermeidung einzuführen.  

2022
2024

Die EU verabschiedet die PPWR am 19. Dezember. Sie ersetzt die bisherige Verpackungsrichtlinie und gilt künftig für alle Verpackungen, so auch für Getränkedosen.  

2024
2026

Ab Mitte 2026 muss die neue EU-Verpackungsverordnung angewendet werden. Damit steigen die regulatorischen Anforderungen an Kreislauffähigkeit, Verpackungsdesign und Recycling in ganz Europa. 

2026